Medienpädagogik

In der schnell verändernden Welt der Medien haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Kindern in unserem Kindergarten von Anfang an einen sinnvollen und kritischen Umgang mit Medien beizubringen. Die Entwicklung der Medienkompetenz sollte zum selbst bestimmten und kompetenten Umgang führen, aber auch dem Abhängigkeitsrisiko eines unkontrollierten Medienkonsums vorbeugen.

Wir wollen unseren Schützlingen die Möglichkeit geben, ihre ersten Medienerfahrungen an einem geschützten Ort und mit professioneller Begleitung zu sammeln. Da sich die Medienkompetenzen nur im direkten Umgang erwerben lassen, steht die Erstellung eigener Medienproduktionen im Vordergrund. Denn so können die Kinder am besten verstehen, wie Medien funktionieren und zu welchen Zwecken man sie einsetzen kann.

 

Digitale Medien für Kinder

Kinder sollen den Umgang mit digitalen Medien als etwas Selbstverständliches erleben, ohne dass die Nutzung besondere Aufregung auslöst. Sie werden gezielt als Ergänzung zu den täglichen Aktivitäten in der Kita eingesetzt.

Hörmedien im Alltag

Die Hörmedien spielen eine besonders große Rolle für die Kinder und werden in unserer Einrichtung täglich benutzt. Die entsprechende Musik hilft uns eine entspannte Atmosphäre beim Einschlafen und Wachwerden zu schaffen. Die Bewegungslieder oder Lieder zum Mitsingen verkürzen Wartepausen und machen einfach Spaß. Das Hören und Zuhören fördern die Sprachentwicklung und erweitern den Wortschatz. Das Üben des Hervorstehens hat eine positive Auswirkung auf das soziale Leben und Orientierung im Alltag. 

Die größeren Kinder genießen die Hörspiele in der Ruhepause. Aber auch Vorlesen macht ihnen viel Spaß, weil sie sich gleichzeitig Bilder angucken können. Und das machen wir sogar in großen Gruppen. Das ist nämlich mit Einsatz von einer Objektkamera möglich, die das vorgelesene Buch mithilfe vom Beamer auf die Wand projiziert. Die Benutzung von digitalen Medien fürs Vorlesen weckt Lesefreude bei den Kindern, was für die spätere Lesekompetenz von großer Bedeutung ist.

Der "magische" Teppich

Auch bei der Förderung der Psychomotorik greifen wir zu digitalen Medien. In unserem Turnraum stellen wir den Kindern einen digitalen Teppich zur Verfügung. Dieser vereint in sich einen Projektor und Bewegungssensoren. Die Spielenden bekommen auditive und visuelle Anregungen, auf die sie mit den Körperbewegungen reagieren müssen. Die interaktive Art des Spiels stärkt den Wahrnehmungs- und Reaktionsvermögen. Die kognitive Tätigkeit geschieht parallel zur Steuerung des eigenen Körpers. So entwickeln die Kinder Zeitgespür und lernen die Geschwindigkeit eigener Bewegung zu steuern. 

Forschen mit digitalen Medien 

Unsere Kinder entdecken bei uns die Welt auch mit Hilfe digitaler Medien. Dabei lernen sie spielerisch und altersgerecht den bewussten Umgang mit technischen Geräten kennen.

Zum Beispiel nutzen wir ein digitales Mikroskop, das Vergrößerungen direkt auf einen Bildschirm überträgt. So können die Kinder gemeinsam beobachten, staunen und ihre Entdeckungen miteinander teilen. In unserem Forscherraum finden sich außerdem interaktive Quizspiele wie „Hörspitz“, die die Kinder zum selbstständigen Lernen anregen.

Das Tablet hilft uns dabei, Projekte, Alltagssituationen und besondere Aktionen schnell und unkompliziert in Bildern oder Videos festzuhalten.

Wenn Fragen entstehen, recherchieren wir gemeinsam mit den Kindern im Internet. Jede Fachkraft verfügt über ein eigenes Tablet, das bei Bedarf eingesetzt werden kann. Für die Kinder ist das Tablet ein vertrautes Werkzeug, das sie gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern im Alltag nutzen, zum Beispiel zum Fotografieren, Filmen oder zur Informationssuche.
Gemeinsam beobachten wir das Wetter, um unseren Tag oder einen Ausflug optimal zu planen.

Auch die Timerfunktion ist ein hilfreiches Werkzeug für Kinder und Fachkräfte. Sie unterstützt dabei, Zeiten übersichtlich zu strukturieren, Abläufe zu begleiten und verschiedene Aktivitäten im Alltag zu organisieren.